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Freitag 09:05 Uhr Bayern 2

radioWissen

Vulkane in Deutschland Schlafende Riesen Flechten Phänomenale Überlebenskünstler Das Kalenderblatt 18.9.1977 Voyager 1 nimmt erstes Bild auf, auf dem Erde und Mond zusammen zu sehen sind Von Katharina Hübel Vulkane in Deutschland - schlafende Riesen Autor: Georg Gruber / Regie: Rainer Schaller In Vulkanausbrüchen zeigt sich die ungebändigte Kraft der Erde. Lavaströme, Glut- und Aschewolken sind dabei nicht nur eine Gefahr für die direkte Umgebung - je nach Wetterlage können Aschewolken den Flugverkehr zum Erliegen bringen, wie nach dem Ausbruch des isländischen Vulkans Eyjafjallajökulls im Jahr 2010, und sogar Auswirkungen auf das Klima haben. In Europa liegen die meisten aktiven Vulkane in Island und Italien, so wie Ätna, Stromboli oder Vesuv. Aber auch in Deutschland gibt es Vulkanismus, zum Beispiel in der Eifel und in der Oberpfalz. Für Wissenschaftler ist besonders die Eifelregion interessant, hier war der letzte große Ausbruch vor 12.900 Jahren. Gesteinsbrocken wurden damals über zwei Kilometer weit aus dem Krater herausgeschleudert, noch heute zeugen von dem Ausbruch meterhohe Ablagerungen, feine Asche wurde über ganz Europa verstreut. Im so entstandenen Laacher See, dem größten Maar der Eifel, wird heute gebadet und gesurft. Auch wenn aktuell kein Ausbruch zu befürchten ist, gibt es doch Anzeichen, dass sich unter dem See wieder Magmakammern füllen. Jüngst haben Wissenschaftler festgestellt, dass sich dort die Erde hebt. Das Kapitel Vulkanismus in Deutschland ist also noch nicht zu Ende. Und: Auch in München gibt es Vulkane - in den Versuchslaboren der Vulkanologen der Ludwig-Maximilians-Universität. Flechten - phänomenale Überlebenskünstler Autorin: Bettina Weiz / Regie: Silke Wolfrum Flechten sind Überlebenskünstlerinnen: Sie gedeihen in Wüsten, in Dschungeln, als erste Wesen nach Vulkanausbrüchen, in der Arktis, und sogar im Weltall haben sie bei einem Versuch mal zwei Wochen überlebt. Das Erfolgsrezept: Zusammenarbeit. Eine Flechte ist nicht etwa eine Pflanze, sondern eine Gemeinschaft aus Pilzen und Algen. Wie das Teamwork dieser sehr ungleichen Partner genau funktioniert, wird immer noch erforscht. Jedenfalls wachsen Flechten nicht nur an extremen Standorten. Auch in Bayern sind sie verbreitet: in Wäldern und auch in Städten, sogar in Eisenbahnunterführungen, auf Grabsteinen und dem einen oder anderen Metallgitter sind sie zu finden. Manche sind tausend und mehr Jahre alt. Bettina Weiz ist ihnen gemeinsam mit einem Flechtenspezialisten auf der Spur, im Wald, im Labor und in der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und Geologie, eine der botanischen Schatztruhen der Welt. Moderation: Thies Marsen Redaktion: Matthias Eggert

Freitag 19:05 Uhr BR-Klassik

Das Musik-Feature

Music is it! Braucht Musik Vermittlung? Von Michaela Fridrich Wiederholung am Samstag, 14.05 Uhr "Wenn wir wollen, dass Menschen zu uns kommen, dann müssen wir unsererseits auf sie zugehen." - diesem, in einem Interview geäußerten Credo folgend initiierte Simon Rattle als Chefdirigent der Berliner Philharmoniker im Jahr 2003 ein Projekt, bei dem Kinder aus sogenannten Problemschulen von dem Eliteorchester begleitet eine Choreographie zu Igor Strawinskys Ballett "Le sacre du printemps" einstudierten. Der Hype um die filmische Dokumentation des Projekts "Rhythm is it!" ging wie ein Ruck durch die deutschsprachige Musikszene und hat seither eine regelrechte Flut neuer Workshop- und Einführungs-Formate entstehen lassen, die man allgemein unter dem Begriff Musikvermittlung zusammenfasst, oder teilweise auf neudeutsch: "Education". Doch inwieweit braucht Musik Vermittlung? Wer soll damit auf welche Weise angesprochen werden? Welchen Nutzen sollen die vielfältigen Programme bringen? Michaela Fridrich befragt dazu verschiedene Akteure und reflektiert über Sinn und Perspektiven von Musikvermittlung.

Freitag 20:05 Uhr Deutschlandfunk

Das Feature

Ich war"s nicht, Berkan ist es gewesen Über Fantasiegefährten (nicht nur) bei Kindern Von Susanne Franzmeyer Ton und Regie: Susanne Franzmeyer Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2020 Warum haben manche Kindern Fantasiegefährten und andere nicht? Und wie sollen besorgte Eltern damit umgehen, wenn ein weiterer Teller am Tisch für ein solches Phantom gedeckt werden soll? Kinder können den Erwachsenen oft nicht gut begreifbar machen, welch wichtige Rolle die geisterhaften Gestalten für sie spielen. Aber die Erwachsenen können es manchmal. Nämlich die, die selbst als Kind Fantasiegefährten hatten. Die treuen Begleiter ihrer Kindheit werden nämlich in der Regel nicht vergessen. Und mit zunehmendem Alter wächst auch die Fähigkeit, Erklärungen für das früher Unerklärliche zu finden. Manchmal kann auch eine Psychologin helfen, wo gar kein Licht ins Dunkel kommt. Ich war"s nicht, Berkan ist es gewesen

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