Radioprogramm

Ö1

Jetzt läuft

Salzburger Festspiele 2020

05.00 Uhr
Nachrichten

05.03 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.00 Uhr
Ö1 Frühjournal

06.10 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.56 Uhr
Gedanken für den Tag

"Diesseits von Eden / Schöpfungstag/zeit". Oliver Tanzer, Autor, Journalist und Leiter des Wirtschaftsressorts der Wochenzeitung "Die Furche", versucht in seinen Gedanken über die Genesis einen Brückenschlag zwischen biblischer und moderner Welt Es ist die Ur-Erzählung des Abendlandes und das erste Bild des jüdischen und christlichen Glaubens. Die Schöpfungsgeschichte, nachzulesen im Buch Genesis. Sie auszulegen und zu deuten, ist seit tausenden Jahren die Angelegenheit von Priestern, Philosophen und Gläubigen. Aber jenseits dieser theologisch-philosophischen Auslegungen steckt viel Weisheit und Witz über den Menschen in den ersten Seiten der Bibel. Über seine Art zu denken und die Dinge zu begreifen, sich mit der Welt in Beziehung zu setzen und mit sich selbst. Diese Aktionsmuster und ihre Folgen sind in Zeiten der globalen Bedrohungen aktueller denn je. Im Rahmen des ORF-Schwerpunktes "Mutter Erde: Flatten the curve. Was lernen wir aus der Corona-Krise für den Klimaschutz?" und während der ökumenischen Aktion "SchöpfungsZeit", die jedes Jahr zwischen 1. September und 4. Oktober christliches Engagement zur Bewahrung der Schöpfung in den Fokus nimmt, versucht Oliver Tanzer in seinen Gedanken über die Genesis einen Brückenschlag zwischen biblischer und moderner, natürlicher und künstlicher, gläubiger und ökonomischer Welt.

07.00 Uhr
Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell

07.33 Uhr
Guten Morgen Österreich

07.52 Uhr
Leporello

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.20 Uhr
Pasticcio

mit Ulla Pilz. Universalgelehrte, komponierende Schriftsteller und eine bildhauernde Komponistin. Am 16. September 1950 gibt der legendäre Pianist Dinu Lipatti in Besancon sein letztes Konzert, schon schwer von Krankheit gezeichnet. Zu hören sind fast überirdische Interpretationen von Bach, Mozart, Schubert und Chopin. Die geplante Reihe von Chopin-Walzern schafft er nicht mehr bis zum Ende und spielt stattdessen zum Abschluss den berühmten Choral aus Bachs "Jesus bleibet meine Freude".

08.55 Uhr
Vom Leben der Natur

Der Geologe Johannes Weidinger spricht über seine Untersuchungen von Felsstürzen rund um den Mount Everest. Teil 3: Die Verteilung des Wassers Gestaltung: Lothar Bodingbauer Der Himalaya ist ein großes Gebirgssystem in Asien. Er formt eine Barriere zwischen dem Plateau von Tibet und den Ablagerungsflächen Indiens. 30 Berge sind höher als 7300 Meter, höchster Berg ist der Mount Everest mit 8848 Metern. Diese Berge erstrecken sich in einem 2500 km langen Bogen, zwischen dem Nanga Parbat in Jammu und Kashmir (Indien/Pakistan) im Westen und dem Namcha Barwa in Tibet (China) im Osten. Die Königreiche Nepal und Bhutan liegen entlang dieses Bogens. Gletscher, Flüsse und Niederschläge sind dynamische Elemente, die die Landschaft gestalten, gemeinsam mit den tektonischen Hebungen der Kontinentalbewegungen und den Einflüssen der Schwerkraft bei größeren Bergstürzen und Hangrutschen gestalten sie den Lebensraum der Menschen im Himalaya. Für österreichische Geolog/innen ist das Gebiet spannend, weil die Erkenntnisse der Alpen auf eine viel größere Skala in den Himalaya übertragen werden können.

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Radiokolleg - Italienische Reise, 2020

Aufnahmen im Corona-Sommer (3). Gestaltung: Christina Höfferer "Es ist natürlich die Kunst, die Atmosphäre in der Trattoria, das schöne Abendessen auf der Terrasse, mit dem Blick über die Toskana, wo die Sonne untergeht, und wo man noch den Rotwein trinkt," Bernd Roeck, einer der wichtigsten Italien-Experten im deutschen Sprachraum, fasst das Italienfeeling zusammen. Für den Professor für Geschichte an der Universität Zürich und Direktor des Deutschen Studienzentrums in Venedig war es ein Buch, das ihn dazu veranlasste, sein Leben als Wissenschaftler der Erforschung Italiens zu widmen: Jacob Burckhardts Kultur der Renaissance in Italien, ein Klassiker, der noch 150 Jahre nach seinem Erscheinen zu Diskussionen anregt. Kennengelernt hat Roeck das Land, wo seit Goethe auch sprichwörtlich "die Zitronen blühen" auf Urlaubsreisen in den 1950er Jahren. In der Nachkriegszeit war Italien das erste gewissermaßen exotische Reiseziel der Deutschen und Österreicher. Auch 2019 lag Italien unter den deutschen Autoreisenden an erster Stelle der ausländischen Reiseziele. Schlagertitel befördern die Italien-Sehnsucht, etwa: "Wenn bei Capri die rote Sonne im Meer versinkt". Die Sechziger waren geprägt vom Bild der Deutschen, die mit dem Käfer über die Alpen nach Süden fuhren, zum "Teutonengrill" an der Adria. Italien rühmte sich in den Siebzigern, das wichtigste Reiseziel der Welt zu sein. 2020 ist alles anders. Wagemutige Reisende machen sich auf den Weg nach Italien, weil sie das Land ohne Overtourism sehen wollen und es ist wieder ein Aufschwung für den individuellen Retro-Urlaub mit Auto am italienischen Strand, etwa an der Amalfiküste, festzustellen. Die meisten jedoch trauen sich keine Urlaubsreisen ins Ausland zu. Die Angst sitzt tief. Und wie geht es den Menschen, die in Italien leben? Wie sieht das krisengebeutelte Land aus, im Sommer 2020? Die Angestellten und Beamten befinden sich noch aus Sicherheitsgründen im Smart Working, sie arbeiten von zu Hause. Das hat schwerwiegende Auswirkungen, auch auf die Gastronomie. In Rom etwa ist das Büro-Viertel EUR zur Geisterstadt geworden. Durch das Smart Working sind die Lokale verwaist. Viele sind gezwungen zu schließen, der Umsatz beträgt nur mehr 20 bis 30 Prozent der prä-Pandemie Zeit. Im Bereich der Ernährung haben die Erwägungen rund um den langen Lockdown zu einer gesteigerten Nachfrage der Konsumenten nach Produkten aus biodynamischer Landwirtschaft geführt. Ministerpräsident Giuseppe Conte forciert inzwischen die Modernisierung der Infrastruktur. Die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung, der Übergang zur Green-Tecnology, die Entwicklung von 5G und Glasfaser Netz stehen ganz oben auf der Regierungsagenda. Für die Rettung der Lagune in Venedig setzte Conte eine Superkommissarin mit österreichischen Wurzeln, die Architektin Elisabetta Spitz, ein. Italienfeeling mit Corona-Schock. Christina Höfferer unternimmt eine Reise durch das Land an der Adria in vielen kleinen Stationen - auch auf der Suche nach innovativen Projekten und engagierten Initiativen, die Hoffnung machen.

09.30 Uhr
Radiokolleg - Der klimaveränderte Garten

Eine Ideensammlung (3). Gestaltung: Ilse Huber, Sabine Nikolay Das Gartenjahr nähert sich dem Höhepunkt: Ernten, was man gesät und angepflanzt hat. Wie haben sich Früchte, Wurzelgemüse und Blätter entwickelt? Nach einem enorm trockenen Frühjahr, einem durchwachsenen Sommer, steht nun der Herbst vor der Türe. Das bedeutet einlagern, aufbrauchen und haltbar machen. Es bedeutet aber auch: stehenlassen! Abgeblühte Stauden nicht gleich entfernen, sondern ihre Samen reifen lassen. Laub nicht wegsaugen, stattdessen den Kompost füttern. All das, was im Garten bleibt, fördert die Vielfalt: im Boden, im Geäst und im unmittelbaren Wohnumfeld. Mit einer Vorausschau und mit einem Rückblick auf die vergangene Saison lassen die Gärtnerinnen und Gärtner ihre Erfahrungen mit dem sich ändernden Klima Revue passieren. Ilse Huber und Sabine Nikolay holen sie vors Mikrofon.

09.45 Uhr
Radiokolleg - Lexikon der österreichischen Popmusik

Ganymed, Die Brüder, Violetta Parisini, Bilgeri (3). Gestaltung: Astrid Schwarz, Thomas Mießgang, Sabine Nikolay, Al Bird Sputnik *Violetta Parisini - Die Dunkelheit hat keine Farben* Nach einem Philosophie Studium Anfang des Jahrtausends hat sich die Wienerin Violetta Parisini der Musik zugewandt. Zuerst machte sie sich als Techno-DJ einen Namen, brachte sich autodidaktisch Klavier bei und fühlte sich dann doch mehr zum Singen und Songschreiben hingezogen. "Giving You My Heart To Mend" war ihr erstes Album, das 2010 auf Universal Music veröffentlich wurde. An ihrer Seite als Produzent war der Musiker Florian Cojocaru mit dem sie 2 Jahre später ein weiteres Album auf den Markt brachte. Auch "Open Secrets" wurde wohlwollend von der Medienlandschaft aufgenommen. Nach einer 8-jährigen Veröffentlichungspause kam im Frühjahr 2020 ihr drittes Album "Alles bleibt" erstmals auf Deutsch heraus. Es ist das jazzige und chansongefärbte Ergebnis einer überwundenen Krise der mittlerweile 2-fachen Mutter. Violetta Parisini zeigt darauf ihre Verletzlichkeit auf mutige Art und Weise, um der verwirrenden Komplexität des Lebens Rechnung tragen zu können. Unterstützer war ihr in allen Lebenslagen der Produzent Sixtus Preiss, mit dem sie das Label "Else Records" gründete, auf dem ihr Neustart erschienen ist. Gestaltung: Astrid Schwarz

09.57 Uhr
Ö1 heute

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Anklang

mit Nadja Kayali. "Für Ludwig" - Ludwig van Beethoven: Sonate für Klavier und Violoncello in D-Dur op. 102 Nr. 2 (Shani Diluka/Klavier und Valentin Erben/Violoncello) Im Juni 1808 erreicht ein junger Virtuose die Stadt Wien. Seine Art, das Cello zu spielen, begeistert nicht nur Ludwig van Beethoven, sondern auch Ignaz Schuppanzigh, der ihn sogleich in sein Quartett aufnimmt. Dadurch wird Joseph Linke Mitglied des hauseigenen Streichquartetts des Grafen Rasumowsky und auch Kammermusiker der Gräfin Erdödy. Beethoven leidet schon sehr unter seiner Taubheit, als er im Sommer 1815 die beiden Cellosonaten op. 102 komponiert. Doch anhand des Bogenstrichs erkennt Beethoven die Spielart seiner Streichersolisten und schreibt in der zweiten für den Cellisten Joseph Linke so manche schönen Cellosoli.

11.00 Uhr
Nachrichten

11.05 Uhr
Radiogeschichten

"Malvita". Von Irene Diwiak. Es liest Kirstin Schwab Malvita, ein italienisches Dorf, in das die von Liebeskummer gebeutelte Protagonistin Christina in Irene Diwiaks zweitem Roman als Hochzeitsfotografin für ihre Cousine reist, entpuppt sich neben dem traumgleichen Reichtum ihrer bislang unbekannten Verwandten kurzerhand als Alptraum. Woher all der Reichtum und die vielen Angestellten und warum ist das Dorf nahezu ausgestorben? Diwiak spielt in ihrem zweiten Roman mit dem Kriminalgenre, taucht in die glatte Welt der Reichen und Schönen ein, aber auch in deren tiefe Abgründe. Irene Diwiak wurde 1991 in Graz geboren, wuchs in Deutschlandsberg auf und lebt in Wien. Bisher erschienen ihre Texte in Zeitschriften und Anthologien und wurden mehrfach ausgezeichnet. Ihr Theaterstück "Die Isländerin" wurde 2016 in Worms uraufgeführt. "Liebwies" war ihr erster Roman. Gestaltung: Ilse Amenitsch

11.25 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

11.30 Uhr
Des Cis

mit Gerhard Krammer. Lang Lang spielt Bachs "Goldberg Variationen" - zweimal! Die sogenannten "Goldberg Variationen" BWV 988 sind ob ihrer Virtuosität, kompositorischen Meisterschaft und vielfältiger Gestaltungsformen berühmt. Somit war es nur eine Frage der Zeit, bis sich der Pianist Lang Lang auch diesem Werk zuwendet. Dabei hat ihn der Variationszyklus seit seiner Kindheit begleitet! Eine Live-Aufnahme in der Thomaskirche Leipzig im März 2020, wenige Tage vor dem darauffolgenden bekannten allgemeinen globalen "Stillstand", war Ausgangspunkt der vorliegenden Doppel-CD. Die Studioaufnahme der dreißig Variationen mit der berührenden Aria zu Beginn und am Schluss stellt Lang Lang ganz bewusst in den Dialog mit der Live-Einspielung. Technisch bewältigt er die Herausforderung dieser Musik, die teilweise für zwei Klaviaturen (Cembalo) geschrieben wurde, ohne Schwierigkeiten. Was er gestalterisch macht, überrascht in einigen Teilen durchaus. Was vielleicht auch damit zusammenhängt, dass er sich einen versierten Experten für historische Aufführungspraxis als beratenden Freund zur Seite geholt hat. Lang Lang ist nicht nur am Klavier sondern auch mit Stimme in der Sendung zu hören - und wer dabei sofort an den mitsingenden Glenn Gould denkt, liegt leider falsch.

11.57 Uhr
Ö1 heute

12.00 Uhr
Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer Sprache

13.00 Uhr
Punkt eins

13.55 Uhr
Wissen aktuell

14.00 Uhr
Nachrichten

14.05 Uhr
Das Ö1 Konzert

"Proms Archive: 2001". London Symphony Orchestra, Dirigent: Sir Colin Davis. Jean Sibelius: Die Ozeaniden op. 73 * Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 6 F-Dur op. 68, "Pastorale" * Michael Tippett: The Rose Lake (Teilwiedergabe) (aufgenommen am 13. September 2001 in der Royal Albert Hall). Präsentation: Peter Kislinger

15.30 Uhr
Moment

"StGB, was immer das sein soll, kann man weglassen" Die Kleine Zeitung in einfacher Sprache Im November vergangenen Jahres wurde von der "Lebenshilfe Graz" die Idee geboren, zusammen mit Menschen mit Behinderung oder Lernschwierigkeiten Nachrichten in einfacher Sprache zu gestalten. Die Kleine Zeitung stieg als Kooperationspartner ein und stellte einen Bereich ihres Newsrooms zur Verfügung. Seit März schreiben dort drei Kunden der Lebenshilfe, eine Journalistin und zwei Behindertenbetreuer täglich fünf Onlineartikel der Kleinen Zeitung in einfache Sprache um. Komplizierte Passagen werden weggelassen, andere einfacher formuliert, für Fremdwörter soll es bald ein Glossar geben. Gestaltung: Jonathan Scheucher Wort der Woche: Matthias Däuble Moment-Echo: Noel Kriznik

15.55 Uhr
Rudi! Der rasende Radiohund

Sagenhaftes Oberösterreich: Die Entstehung des Irrsees Die Geschichtenerzählerin Claudia Edermayer aus Oberösterreich erzählt Rudi eine Sage aus dem Salzkammergut, in der es - richtig - auch um Salz geht. Denn dort, wo heute der Irrsee liegt, soll früher ein Schloss eines bösen Zauberers gewesen sein. Claudia Edermayer: "Vor langer Zeit, da lebte ein alter Bergmann in Bad Ischl und als er nicht mehr im Salzbergwerk arbeiten konnte, ging er zurück nach Mondsee. Da kam er auf einer Anhöhe an einem Schloss vorbei, das einem bösen und mächtigen Zauberer gehörte. Der Bergmann aber klopfte an und fragte nach Arbeit."

16.00 Uhr
Nachrichten

16.05 Uhr
Praxis - Religion und Gesellschaft

U. a. mit dem Beitrag: Pilgrim-Schulen: Spiritualität und Nachhaltigkeit Einen sorgsamen Umgang mit Natur und Umwelt und wie man nachhaltig und bewusst leben kann, das lernen Schülerinnen und Schüler in den Projekten der sogenannten Pilgrim-Schulen. Spiritualität stellt dabei einen zentralen Bezugspunkt dar. Entstanden ist diese interreligiöse Initiative vor rund 17 Jahren. Mittlerweile sind in Österreich und darüber hinaus bereits 262 Schulen und Bildungseinrichtungen pilgrim-zertifiziert. - Gestaltung: Andreas Mittendorfer

16.40 Uhr
Das Ö1 Gesundheitsmagazin

16.55 Uhr
Digital.Leben

17.00 Uhr
Ö1 Journal um fünf

17.09 Uhr
Kulturjournal

17.25 Uhr
Das Objekt der Begierde

Ein Sommer voller Museen in Österreich 1

17.30 Uhr
Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Mirjam Jessa. Banjo trifft die chinesische Wölbbrettzither Guzheng Geboren sind beide im Jahr der Schlange 1977, die eine, Wu Fei, in Bejing, die andere, Abigail Washburn, in Illinois. Beide wurden Musikerinnen, Abigail war fasziniert von chinesischer Kultur und Musik, lebte und arbeitete eine Zeit lang in China, Wu Fei interessierte sich für amerikanische Roots Musik - eines Tages mussten sie einander treffen! Zehn Jahre währt ihre musikalische Freundschaft und Zusammenarbeit bereits, nun hat Abigails Ehemann, der wohl weltweit bekannteste Banjo-Virtuose Béla Fleck, ihr erstes gemeinsames Album produziert. Es besticht nicht nur durch seine hohen Ansprüche, vom künstlerischen Level bis zu jedem kleinsten Detail des Booklets, es frappiert vor allem dadurch, dass sich hier zwei so unterschiedliche Kulturen genau in der Mitte treffen. Staunend entdeckt man Parallelen und wie die beiden ihre Freiheit in der harmonischen Reduktion finden. Abigail singt manchmal auch chinesisch, Wu Fei manchmal auch Englisch und beide singen in die Schalllöcher von senkrecht stehenden Guzhengs, um den herrlichen Effekt zu nützen, den dies auf den Klang ihrer Stimmen ausübt. Ein Album dessen humanistische Botschaft in den Vereinigten Staaten genau zur rechten Zeit veranschaulicht, wie es gehen könnte, einander zu respektieren, von einander zu lernen und etwas Gemeinsames zu schaffen, das weit mehr ist als die Addition zweier Kulturen.

17.55 Uhr
Betrifft: Geschichte

Österreichische Exilanten als Verhörspezialisten in der U.S. Armee mit: Robert Lackner, Historiker und Forschungskoordinator Gestaltung: Hanna Ronzheimer Eine militärische Einheit aus Intellektuellen, jüdischen Kabarettisten und Künstlern: Während des Zweitens Weltkriegs arbeiteten hunderte geflohene Österreicher für den Nachrichtendienst der US - Armee, um Hitler-Deutschland zu bekämpfen. Sie waren wegen ihrer Deutschkenntnisse besonders gefragt. In Camp Ritchie in Maryland bildete man die Exilanten zu Verhörspezialisten aus. Sie lernten hier, wie man mit schauspielerischen Tricks, gezielten Falschmeldungen oder psychologischen Kniffen die deutschen Soldaten beeinflussen konnte. In Kriegsgefangenenlagern befragten die sogenannten "Ritchie Boys" dann die Inhaftierten mit skurrilen, gewitzten, aber fast immer gewaltlosen Verhörmethoden. Georg Kreisler war einer von ihnen, der Opernexperte Marcel Prawy oder Hollywood-Produzent Eric Pleskow. Sie alle waren zwischen 1942 und 1945 "Ritchie Boys", ein Job, der für viele auch im späteren Leben noch karrierefördernd gewesen ist.

18.00 Uhr
Ö1 Abendjournal

18.25 Uhr
Journal-Panorama

Der Konflikt zwischen Stadterweiterung und Bodenschutz. Gestaltung: Sonja Bettel Wien ist eine schnell wachsende Stadt - in den vergangenen 30 Jahren ist die Bevölkerungszahl um 400 000 Köpfe angestiegen. Dass für die neuen Wienerinnen und Wiener auch viel neuer Wohnraum gebaut wird, stößt nicht überall auf Begeisterung. Am Stadtrand wurde viel fruchtbares Ackerland in Bauland umgewidmet. Die Landwirtinnen und Landwirte, die die Grundstücke bisher bewirtschaftet haben, leiden darunter; ebenso Anrainer, die vom Verschwinden vieler Tierarten durch die Bautätigkeiten berichten und beklagen, dass Frischluftschneisen zubetoniert werden. Wird das so weitergehen? 13 000 neue Wohnungen pro Jahr seien vonnöten, heißt es, das lässt vielen die Grausbirnen aufsteigen. Die Stadtplaner wiederum betonen, dass hochwertiger neuer Wohnraum unverzichtbar sei und ohnehin ökologisch sensibel gebaut werde.

18.55 Uhr
Religion aktuell

19.00 Uhr
Nachrichten

19.05 Uhr
Dimensionen

Wie der Klimawandel den Weinbau verändert Von Benjamin Breitegger Österreichische Weinbauern sind sich der Klimaveränderung schon lange bewusst, denn sie verändert ihre Branche. Der Temperaturanstieg kommt Winzerinnen einerseits zugute, weil Reben Wärme mögen und neue Anbaugebiete entstehen. Andererseits können Extremtemperaturen die Reben auch beschädigen. Der Klimawandel zwingt Landwirte, sich neuen Problemen zu stellen: Schädlingen, starken Wetterschwankungen, Wasserknappheit oder zu viel Niederschlag. Mancherorts werden deshalb neue, widerstandsfähige Rebsorten getestet. Eine Strategie von vielen im Umgang mit einer sich verändernden Umwelt. Welche Weinregionen müssen sich wie an welche Klimaveränderungen anpassen? Und wie wirkt sich das auf die Qualität und den Geschmack des Weins aus? - Eine Reise an die Donau und südwärts. Die Recherche für diese Sendung wurde mit einem Stipendium für Forschung Journalismus der Österreichischen Akademie der Wissenschaften finanziell gefördert.

19.30 Uhr
Alte Musik - neu interpretiert

präsentiert von Patrizia Jilg. "Missa nova". La fonte musica, Leitung und Laute: Michele Pasotti. Werke von Matteo da Perugia und Antonio Zacara da Teramo (aufgenommen am 14. August in der Hofkirche Innsbruck im Rahmen der "Innsbrucker Festwochen der Alten Musik 2020")

21.00 Uhr
Salzburger Nachtstudio

Alexandra Kautzky-Willer vs. Esther Hutfless Gestaltung: Martin Haidinger Spätestens seit den Veröffentlichungen der US-amerikanischen Philosophin Judith Butler der letzten dreißig Jahre ist die Frage im akademischen Diskurs: Ist das Geschlecht nicht mehr als ein kulturelles Konstrukt? Kann es frei gewählt werden, wie manche Philosophinnen meinen? Was wird dann aber aus der Gendermedizin, die auf biologischen Grundlagen aufbaut? In der Ö1 Science Arena diskutieren diesmal die Gendermedizinerin Alexandra Kautzky-Willer ("Ein geschlechtsspezifischer, differenzierter Zugang ist in der modernen Medizin wesentlich.") und die Philosophin und Psychoanalytikerin Esther Hutfless ("Geschlecht ist eine Kategorie, die versucht, materielle Unterschiede zu fassen, sie jedoch immer verfehlt.") vor einem interessierten Publikum unter der Moderation von Martin Haidinger.

21.55 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

22.00 Uhr
Ö1 Nachtjournal

22.08 Uhr
Radiokolleg

Italienische Reise, 2020. Aufnahmen im Corona-Sommer (3). Gestaltung: Christina Höfferer Der klimaveränderte Garten. Eine Ideensammlung (3). Gestaltung: Ilse Huber, Sabine Nikolay Lexikon der österreichischen Popmusik.Ganymed, Die Brüder, Violetta Parisini, Bilgeri (3). Gestaltung: Astrid Schwarz, Thomas Mießgang, Sabine Nikolay, Al Bird Sputnik

23.00 Uhr
Nachrichten

23.03 Uhr
Zeit-Ton

Magazin Jeden Mittwoch präsentieren wir Ihnen ausgesuchte Veranstaltungstipps für die kommenden sieben Tage und die spannendsten Neuveröffentlichungen. Gestaltung: Marlene Schnedl

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr).

01.00 Uhr
Nachrichten

01.03 Uhr
Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Musikauswahl: dazw. 03:00 Uhr Nachrichten